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EU-Kommission will TikTok-Design ändern

today6. Februar 2026 14

Hintergrund
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Was steckt hinter der TikTok EU-Untersuchung?

Die Europäische Kommission hat im Rahmen ihrer TikTok EU-Untersuchung vorläufig festgestellt, dass die beliebte Video-App gegen das EU-Recht verstößt – genauer gegen das Gesetz über digitale Dienste (Digital Services Act). Grund: Funktionen wie endloses Scrollen, automatisches Abspielen und stark personalisierte Empfehlungen würden Nutzer quasi „süchtig“ machen.

Warum ist das ein Problem?

Laut der Kommission hat TikTok nicht ausreichend untersucht oder begrenzt, wie sehr diese Mechanismen das Wohlbefinden von Nutzer*innen – insbesondere von Kindern und Jugendlichen – beeinträchtigen könnten. Die Plattform habe zudem keine wirksamen Schutz-Tools eingebaut, etwa für Bildschirm-Zeit oder elterliche Kontrolle.

Was fordert die EU nun?

Im Rahmen der TikTok EU-Untersuchung verlangt die Kommission, dass TikTok sein grundlegendes App-Design ändert. Vorgeschlagene Ideen sind etwa:

  • Abschalten des endlosen Scrollens
  • Effektivere Bildschirm-Pausen
  • Anpassung des Empfehlungs-Algorithmus

Diese Änderungen sollen die Plattform weniger „belohnend“ und damit weniger abhängig machend machen.

Was droht TikTok?

Noch ist alles vorläufig: Die EU-Behörde hat TikTok die Chance gegeben, auf die Vorwürfe zu reagieren. Wird bestätigt, dass TikTok gegen den DSA verstößt, könnten hohe Strafen von bis zu 6 % des weltweiten Jahresumsatzes drohen.

Wie reagiert TikTok?

TikTok weist die Vorwürfe zurück und nennt die Einschätzung der EU „falsch und unbegründet“. Die Plattform will sich gegen die Vorwürfe zur Wehr setzen.

Geschrieben von: Miguel Schüddekopf

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